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Ärztlicher Bereitschaftsdienst

„Reform des Ärztlichen Notdienstes ist gescheitert!“

„Spätestens als zum Jahreswechsel stundenlang der ärztliche Bereitschaftsdient nicht erreichbar war, musste man einsehen, dass die aus rein ökonomischen Gründen durchgeführte Reform des Ärztlichen Notdienstes gescheitert ist“, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Dr. Thomas Spies am Mittwoch in Wiesbaden.

Es seien viele Leserbriefe und Petitionen eingegangen, da Bürgerinnen und Bürger die ärztliche Bereitschaft nicht erreichen konnten und in Angst um die Sicherstellung der Versorgung sind, erläutert die heimische Landtagsabgeordnete Dr. Daniela Sommer.

Eine Anfrage der SPD-Landtagsfraktion habe bereits im März gezeigt, dass die Einführung eines zentralen Call Centers und die Konzentration des ärztlichen Bereitschaftsdienstes auf wenige Standorte nicht funktionieren. Fehlsteuerung und ein Ausweichen auf den Rettungsdienst mit lediglich leichten Krankheiten sind die Folge. Dies führt dazu, dass der Rettungsdienst belegt ist, wenn ernstere Notfälle auftreten.

Die Situation – gerade auch in ländlichen Räumen – bezeichnet die pflegepolitische Sprecherin Dr. Daniela Sommer als „unbefriedigend“. Sie führt weiter aus: „Die schwere Erreichbarkeit ist problematisch. Mit der Einrichtung zentralisierter Call Center hat die Kassenärztliche Vereinigung einen falschen Weg eingeschlagen.“

„Das Land hat die Rechtsaufsicht, das heißt aber auch, dass zu prüfen ist, ob die getroffenen Regelungen beim ärztlichen Bereitschaftsdienst geeignet sind, die rechtlichen Vorschriften überhaupt zu erfüllen“,  sagt die heimische Sozialpolitikerin und weist darauf hin, dass die SPD-Landtagsfraktion daher auch den Antrag der Linken unterstütze, eine Anhörung diesbezüglich im Hessischen Landtag durchzuführen.

„Wir müssen Ärztlichen Notdienst und Rettungsdienst organisatorisch zusammenführen“, lautet das Plädoyer im Hinblick darauf, dass die ärztliche Versorgung zu jeder Zeit, 24 Stunden an jedem Tag und flächendeckend im ganzen Land mit einer guten Qualität sichergestellt sein müsse. „Der Ärztliche Bereitschaftsdienst darf sich nicht aus der Fläche ziehen! Es muss geregelt werden, was Sicherstellung heißt, wie diese regional verankert und verbessert sowie durch eine Fachaufsicht überprüft werden kann“, sagt Sommer abschließend.


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